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Analysen
Goka — Linux für die KI-Ära
Parallele: 1991 vs. 2025
1991 veröffentlichte Linus Torvalds – ein 22-jähriger finnischer Student – sein „Hobby“ kostenlos und mit offenem Quellcode. Konzerne lachten: Microsoft nannte Linux „Krebs“, Sun verkaufte Solaris für Tausende von Dollar, und der Marktanteil von Linux lag bei Null. Niemand glaubte, dass ein kostenloses Betriebssystem, das von Enthusiasten geschrieben wurde, mit Milliardenkonzernen konkurrieren könnte.
Wichtige Meilensteine dessen, was danach geschah:
- 1999: Red Hat geht an die Börse – das erste Unternehmen, das ein Geschäftsmodell auf Open Source aufgebaut hat
- 2008: Google startet Android auf einem Linux-Kernel – heute 90 % der Smartphones weltweit
- 2013: Docker revolutioniert Server – Container laufen unter Linux
- 2025: 75 % der Server, 100 % der Supercomputer der TOP500, die gesamte Cloud-Infrastruktur von AWS, Google Cloud, Azure – auf Linux
Gonka wiederholt dieses Muster: offener Quellcode auf GitHub, jeder kann seine GPU anschließen, der Preis wird vom Markt bestimmt, nicht von einer Unternehmenspreisliste. Der Unterschied liegt in einem Punkt: Linux brauchte 20 Jahre. Im Zeitalter von Krypto und KI beschleunigen sich die Zyklen – Bitcoin brauchte 15 Jahre, um von 0 auf 100.000 US-Dollar zu steigen, und Gonka hat in den ersten Monaten nach dem Start bereits ~4.648 GPUs angeschlossen.
Das KI-Monopol
Heute kontrollieren vier Konzerne den Großteil der globalen KI-Berechnungen – und jeder baut seinen eigenen „umzäunten Garten“:
- OpenAI: ChatGPT, GPT-5.5, Preise 5–30 $ pro Million Tokens. Geschlossener Code, geschlossene Trainingsdaten, vollständige Kontrolle darüber, was das Modell antworten kann und was nicht.
- Google: Gemini, Monopol auf TPU – spezialisierte Chips, die außerhalb von Google Cloud überhaupt nicht gekauft oder gemietet werden können.
- Anthropic: Claude. Einer der führenden Anbieter in Bezug auf Qualität, aber die API ist nur über die eigene Plattform mit vollständiger Kontrolle über die Nutzung verfügbar.
- Meta: Llama – formell ein offenes Modell, aber der Inference ist immer noch zentralisiert: Llama 400B+ auf eigener Hardware zu betreiben, kostet Zehntausende von Dollar pro Monat.
Das Problem sind nicht nur die Preise. Vier Unternehmen bestimmen de facto die Zukunft der KI für die gesamte Menschheit. Jedes von ihnen entscheidet, was das Modell sagen darf (Zensur), wem Zugang gewährt wird (Geoblocking) und wie viel es kostet (Monopolpreise). Eine einzige Entscheidung des Verwaltungsrats – und Millionen von Benutzern verlieren den Zugang zu einer intellektuellen Ressource. Dies wiederholt die Situation von 2001: Mehrere Unternehmen kontrollieren die kritische Infrastruktur, und Alternativen wirken unseriös. Bis jemand das Gegenteil beweist.
Wie Gonka den Weg von Linux wiederholt
Der gesamte Code von Gonka ist auf GitHub offen. Jeder GPU-Besitzer kann dem Netzwerk beitreten – man braucht keine Erlaubnis eines Konzerns, keine Lizenz, kein Abonnement. Der Preis für eine AI-Anfrage wird durch Angebot und Nachfrage auf einem offenen Markt bestimmt, nicht durch die Entscheidung eines Vorstands. In den ersten Monaten haben sich rund 4,648 GPU von ~113 Teilnehmern mit dem Netzwerk verbunden – und diese Zahl wächst.
Der entscheidende Mechanismus, den Linux und Gonka teilen, ist die Evolution durch Wettbewerb. Bitcoin hat in 15 Jahren den Weg vom Mining auf herkömmlichen Prozessoren (CPU, 2009) zu spezialisierten ASIC-Chips (2013) zurückgelegt und die Energieeffizienz des Minings um das 300.000-fache gesteigert. Das ist kein Zufall – das ist ein Marktmechanismus: Wenn tausende unabhängige Teilnehmer um eine Belohnung konkurrieren, sucht jeder nach einem Weg, die Berechnung billiger und schneller zu machen.
Derselbe Mechanismus arbeitet bei Gonka. Hosts konkurrieren um AI-Aufgaben, indem sie ihre GPU, Software und Netzwerkinfrastruktur optimieren. Jede Effizienzsteigerung eines Hosts bedeutet eine Senkung des Preises für Inference für alle Nutzer. Die Kosten für AI-Anfragen über Gonka liegen bereits bei $0.003 pro Million Token – rund 830-mal billiger als GPT von OpenAI. Und das, obwohl sich das Netzwerk noch im Frühstadium befindet: Mit steigender Anzahl an GPU und der Optimierung von inferenced werden die Preise weiter sinken.
Was das für Investoren bedeutet
Linux hat ein Ökosystem im Wert von Billionen Dollar hervorgebracht. Red Hat – für $34 Mrd. von IBM übernommen. Canonical (Ubuntu) – wurde zum Standard für Server und IoT. Android – ein Ökosystem im Wert von über $1 Billion, das auf dem Linux-Kernel läuft. Tausende Unternehmen haben ihr Geschäft auf Open-Source-Software aufgebaut, ohne auch nur den Quellcode des Kernels zu berühren – sie bauten darauf auf: Tools, Dienste, Integrationen.
Gonka könnte das Fundament für ein ähnliches Ökosystem für AI werden. Bereits jetzt bilden sich Geschäftsschichten um das Netzwerk:
- Gateways: Proxy-Dienste, die AI-Anfragen gegen Fiat verkaufen, z. B. joingonka.ai
- Pools: Betreiber, die GPU-Leistung bündeln und Anteile verkaufen – Gonka.Top, GonkaPool.ai, Ancapex, CloudMine
- Integratoren: Unternehmen, die Gonka-Inference durch die OpenAI-kompatible API in ihre Produkte integrieren
- Infrastruktur: GPU-Anbieter (Spheron), Node-Monitoring, Analysetools
GNK ist der «Treibstoff» dieses Ökosystems, ein Analogon zu Elektrizität für Rechenzentren: Jede AI-Anfrage erfordert GNK, jeder Teilnehmer im Ökosystem erzeugt eine Nachfrage nach dem Token. Das Projekt hat $80M von Coatue, Bitfury, Insight Partners eingeworben – institutionelles Kapital glaubt an diese Geschichte. Für einen Investor ist GNK keine Wette auf ein einzelnes Unternehmen, sondern auf ein ganzes Ökosystem für Open AI, ähnlich einer Investition in Linux im Jahr 2001.
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